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Anreise nach Schweden
Planen Sie eine Reise nach Schweden? Wenn ja, fragen Sie sich sicher, wie Sie in das wunderschöne Land kommen. Da gibt es verschiedene Varianten, die gängigsten sind mit dem Flugzeug, mit der Fähre oder mit dem Auto in Verbindung mit der Fähre. Natürlich ist auch die Anreise mit der Bahn möglich, allerdings nutzt diese wohl kaum jemand. Bei der Anfahrt mit dem Auto besteht der Vorteil, dass jemand, wenn er ein Ferienhaus in Schweden gemietet hat, dann vor Ort mobil ist. Für Hotelurlauber ist das häufig weniger wichtig, da sie meist weniger Reisen im Land planen. Die Anreise mit dem Flugzeug Täglich gehen von den größeren Flughäfen in Deutschland Flüge nach Schweden ab. Der größte Flughafen ist übrigens Arlanda in Schweden. Von hier aus ist das Zentrum von Stockholm innerhalb von nur 45 Minuten erreichbar, die Busse fahren dabei im Takt von zehn Minuten. Schneller geht es mit der Bahn, allerdings ist die Fahrt damit auch teurer. Alternativ kann auch der Flughafen Skavsta angeflogen werden, dieser wird durch RyanAir angesteuert. Der Flughafen befindet sich etwas weiter südlich der Hauptstadt von Schweden. Rund siebzig Minuten dauert die Fahrt in die Hauptstadt. Die Anreise über den Flughafen ist zwar vom Flugpreis her gesehen günstiger, allerdings ist dafür die Fahrt nach Stockholm teurer. Sie kostet etwas mehr als zwanzig Euro, während die Fahrt von Arlanda aus nach Stockholm nur acht Euro kostet. Über den Flughafen Arlanda ist auch der Norden von Schweden gut erreichbar. Überhaupt ist die Anreise nach Schweden mit dem Flieger durchaus zu empfehlen, denn sie ist eine sehr günstige Art und Weise in das Land zu kommen. Allerdings ist es zum einen anzuraten, dass die Buchung der Flüge rechtzeitig erfolgt, bei eher kurzfristigen Buchungen sind häufig höhere Preise fällig. Außerdem sollte der Urlauber, der ein Ferienhaus gemietet hat, vor Ort einen Mietwagen buchen, damit sind Ausflüge leichter möglich. In Kooperation mit der Lufthansa bietet SAS die meisten Flüge nach Schweden an. Abflug ist dabei von den Flughäfen Berlin, Frankfurt, München, Düsseldorf oder Hamburg. Stockholm ist der Zielflughafen. Direkt geht der Flug aber auch von Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt oder München nach Göteborg. Die bereits erwähnte Billigfluglinie RyanAir steuert das genannte Skavsta an, aber auch Göteborg. Abflug ist dabei von Frankfurt-Hahn aus, von Bremen oder Düsseldorf, außerdem von Baden-Baden, Lübeck und Berlin aus. Seit Oktober 2009 wird zusätzlich auch von Memmingen bei München abgeflogen. Wer im Südwesten von Deutschland wohnt, für den dürfte Basel in der Schweiz als Abflugsort interessant sein, denn hier ist die Anreise weniger lang, als zu den übrigen deutschen Flughäfen von RyanAir. Diese Fluglinie fliegt neben den genannten Flughäfen auch Växjö an, welches in Smaland liegt. Aber auch andere Fluggesellschaften bieten Flüge an, darunter Germanwings (von Berlin oder Köln nach Stockholm) oder Air Berlin (von Berlin nach Stockholm und Göteborg, außerdem von Hannover nach Stockholm). Zu nennen sind weiterhin FlySmaland (von Berlin nach Växjö), FlyGotland (von Hamburg nach Visby auf Gotland), FlyCar (von Frankfurt – Hahn, München, Hannover und Stuttgart nach Arvidsjaur) oder CimberAir (von München nach Norrköping). Charterflüge werden ebenfalls angeboten, allerdings in der Regel nur in den Sommermonaten. Im Winter wird die neue Saison vorbereitet und der Plan ist meist erst ab Dezember für das nächste Jahr einsehbar. Im Sommer 2009 wurden Charterflüge zum Beispiel ab Düsseldorf, Hamburg, München, Paderborn oder Berlin – Tegel nach Jönköping in Smaland angeboten. Meist erfolgen diese Flüge nur einmal pro Woche, im Jahr 2009 war der Samstag der Flugtag. Eine andere Möglichkeit des Charterfliegens bestand ab Köln/Bonn immer am Dienstag. Angeflogen wurde Umea. Der Nachteil der Anreise mit dem Flugzeug besteht sicherlich in der schon angesprochenen Mobilität vor Ort. Hier bietet sich an, einen Mietwagen zu nutzen. Allerdings ist in vielen Gegenden auch das Bahn- oder Busnetz sehr gut ausgebaut, so dass die Reise damit einfach möglich ist. In entlegenere Gebiete gelangt der Urlauber dann allerdings meist weniger gut, hier muss er eventuell vor Ort ein Taxi mieten, was aber nicht eben günstig ist. Gerade im Winter ist die Infrastruktur im Norden des Landes nicht als gut zu bezeichnen, daher bietet sich auch hier ein Mietwagen an, der im Übrigen die kostengünstigste Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln darstellt. Außerdem ist damit natürlich eine gewisse Unabhängigkeit vor Ort gegeben. Möglich ist die Buchung der Mietwagen bereits im Voraus oder direkt auf dem Flughafen. An den größeren Flughäfen sind die auch in Deutschland bekannten Mietwagenunternehmen ansässig. Weitere Informationen zu den Flügen finden Sie auf den Seiten der Luftfahrtgesellschaften, wie zum Beispiel www.ryanair.com oder www.airberlin.com. Dazu natürlich auf den Seiten aller genannten Fluggesellschaften. Die Anreise mit der Fähre Die Anreise mit der Fähre ist die zweite Möglichkeit, Schweden zu erreichen. Fähren verkehren regelmäßig und sind relativ kostengünstig zu buchen. Wer von Dänemark aus anreisen möchte, kann zum Beispiel die Fähre Grenaa – Varberg nutzen, außerdem ist die Verbindung Frederikshavn – Göteborg möglich, zuletzt noch Helsingor – Helsingborg. Die bekannteste Fährlinie dürfte dabei Stena Line sein, die auch zwischen Kiel und Göteborg verkehrt. Nachteil der Reise mit der Fähre ist, dass der Urlauber sehr zeitgebunden ist. So ist die letztgenannte Verbindung zwischen Kiel und Göteborg zum Beispiel nur ab 19:30 Uhr zu nutzen, die Ankunft im Zielhafen erfolgt immer gegen 09:00 Uhr in beide Richtungen. Die Verbindung mit der Nachtfähre ist relativ teuer. Eine andere Fährverbindung besteht zwischen Travemünde und Trelleborg, hier verkehrt TT – Line. Von Travemünde aus geht es auch mit Nordö-Link nach Malmö. Bis zu sechs Verbindungen pro Tag werden von Scandlines und TT-Line angeboten. Sie bestehen zwischen Rostock und Trelleborg und es gibt pro Tag sechs Verbindungen, teilweise etwas weniger, je nach Bedarf. Die Fahrt dauert zwischen fünf und sieben Stunden. Scandlines unterhält aber auch die Verbindung von Sassnitz nach Trelleborg, außerdem wird Ystad von Swinemünde aus durch M/F WAWEL angefahren. Für Gotland – Besucher dürften die folgenden Verbindungen interessant sein, für alle übrigen Besucher Schwedens spielen sie kaum eine Rolle: Stena Line fährt von Gdingen nach Karlskrona, Polferries verkehrt zwischen Danzig und Visby sowie zwischen Danzig und Nynäshamn. Der große Vorteil der Anreise nach Schweden mit der Fähre besteht darin, dass die Anreise bequem ist. Während der Fahrt kann sich der Urlauber ausruhen, besonders bei Nutzung der Nachtfähren kann er den nötigen Schlaf bekommen. Der Blick auf das Meer bringt schon etwas Urlaubsstimmung mit, außerdem kann an Bord gegessen und getrunken werden. Die wohl bekannteste Route mit der Fähre dürfte wohl die so genannte Vogelfluglinie sein. Die Route trägt ihren Namen nach den Zugvögeln, die von Mitteleuropa nach Skandinavien hier entlang fliegen. Die Strecke ist etwa 19 Kilometer lang. Sie führt nach Puttgarden und Rodby, danach geht es von Helsingor aus weiter nach Schweden. Insgesamt muss man sagen, dass die Anreise mit der Fähre der Beginn des Urlaubs ist, wenn der Reisende sich dabei schon entspannen kann. Einige Fähren sind dabei sehr gut ausgestattet und bieten neben den kulinarischen Genüssen sogar Einkaufsmöglichkeiten. Besonders bei der Fahrt von Kiel nach Schweden, welche teilweise mehr als zwanzig Stunden dauert, ist so eine Abwechslung sicherlich willkommen. Gebucht werden sollte die Fähre schon einige Zeit im Voraus, denn vor allem im Sommer sind die Fähren häufig ausgebucht, da Schweden ein immer beliebteres Urlaubsziel ist. Wer mit dem Hund nach Schweden reisen möchte, sollte sich im Vorab bei der jeweiligen Fährlinie über die Bestimmungen informieren. Denn jede Fährgesellschaft hat eine andere. Bei einigen ist es möglich, den Hund mit an Deck zu nehmen, andere wiederum, und das sind die meisten, erlauben so etwas nicht. Hier gibt es dann spezielle Hundetransportboxen oder Kabinen, in denen Herrchen oder Frauchen ihren Hund mitnehmen können. Diese Kabinen sind gegen einen Aufpreis zu buchen. Da der Hund dann aber nicht hinaus darf, ist es immer ratsam, eine möglichst kurze Fährstrecke zu suchen. Die Strecke mit mehr als zwanzig Stunden ist für das Tier eine Tortur. Zu beachten sind zudem die Einreisebestimmungen für Hunde, also gültige Tollwutimpfung, Titerbestimmung und Haustierausweis. Seit einiger Zeit muss auch eine ID – Kennzeichnung erkennbar sein, etwa der Chip im Ohr oder die Tätowierung, beides muss lesbar sein. Erlaubt die Reederei den Spaziergang mit Hund an Deck, so ist dieser in der Regel angeleint zu führen und muss einen Maulkorb tragen. Bei einigen Fährlinien muss der Hund immer noch im Fahrzeug bleiben, also unter Deck. Hier ist es ratsam, im Vorab mit der Fährleitung zu vereinbaren, dass ein regelmäßiger Zugang zum Fahrzeug gewährleistet ist. Bei längeren Fahrten sollte so eine Variante im Interesse des Hundes gar nicht gewählt werden, da es für ihn sehr anstrengend wird. Wichtig ist zudem, dass die genannten Hundekabinen rechtzeitig reserviert werden, denn es gibt sie immer nur in limitierter Anzahl. Nähere Informationen unter: www.scandlindes.de, www.ttline.com, www.stenaline.de und www.faehren-schweden.de Die Öresundbrücke Dänemark ist seit dem Jahr 2000 mit Schweden über die so genannte Öresundbrücke verbunden. Diese wurde zwischen Kopenhagen und Malmö errichtet und ist seither eine der wichtigsten Verbindungen nach Schweden überhaupt. Die Brücke wurde im Juni 2000 fertig gestellt und ist die erste feste Verbindung nach Schweden. Der Wunsch nach einer solchen festen Verbindung entstand, weil die beiden Städte bedeutende wirtschaftliche Zentren für die beiden Länder sind und daher etwas näher zusammen rücken sollten. Die Öresundbrücke wurde nun so entworfen, dass die beiden Verkehrsarten Schiene und Auto praktisch übereinander angeordnet wurden. Oben fahren die Autos auf der vierspurigen Autobahn, ungefähr acht Meter tiefer befindet sich die Strecke für Zug. Sowohl schwedische als auch dänische Staatsbahnen verkehren hier im Rhythmus einer halben Stunde. Wenn von Malmö aus gestartet wird, so führt der Weg erst einmal über die 3739 Meter lange Vorlandbrücke bis hin zur eigentlichen Öresundbrücke, die auch den Namen Hochbrücke trägt. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 7845 Meter. Der Bau der Brücke hat fast eine Milliarde Euro gekostet und wurde in nur vierzig Monaten fertig gestellt. Der Grund für die relativ kurze Bauzeit besteht darin, dass überwiegend Fertigteile verwendet wurden, die nur noch montiert werden mussten. Die hohen Kosten sollten über die Erhebung einer Maut finanziert werden, die zum Beispiel für einen PKW Fahrer 32 Euro beträgt. Führer von Motorrädern zahlen 17 Euro, Autobesitzer, die einen Campingwagen mitführen müssen 64 Euro berappen. Diese Mautgebühren sind relativ hoch, was als Grund dafür angesehen wird, dass die berechneten Zahlen der täglichen Nutzer der Brücke bisher nicht erreicht werden konnten. Die Öresundbrücke stellt damit eine Alternative bei der Anreise nach Schweden zur herkömmlichen Anreise mit dem Flugzeug oder der Fähre dar. Die Fahrt von Kopenhagen aus nach Malmö dauert nun nur noch etwa eine halbe Stunde, was eine beträchtliche Zeitersparnis gegenüber der Fahrt mit der Fähre bedeutet. Doch auch wenn die Kosten für die Nutzung der Öresundbrücke aufgrund der Maut nicht gerade gering für die Reisenden sind, hat sich die Brücke doch schon bewährt. Mehr als 17.000 Pendler werden täglich gezählt, in beiden Ländern arbeiten die Menschen nun. Übrigens ist die eigentliche Brücke nur etwa 490 Meter lang, zur Brücke hin und wieder hinunter führt eine Vorbrücke. Hinunter geht es auf die künstlich errichtete Pfefferinsel, Peberholm mit Namen. Von dort aus geht es über einen Unterwassertunnel, der eine Länge von vier Kilometern aufweist, nach Kopenhagen. Der Nachteil der Öresundbrücke ist, dass sie, je nach Witterungsverhältnissen, für bestimmte Fahrzeugtypen gesperrt ist. Das bedeutet, dass bei sehr starkem Wind zum Beispiel größere Campingwagen nicht hinüber dürfen. Wer als Urlauber dann vor der Brücke steht und nicht weiterkommt, hat das Problem, dass er sich kurzfristig einen Platz auf einer Fähre besorgen muss, sofern diese dann verkehrt. Ansonsten ist die Öresundbrücke als Anreisemöglichkeit sehr zu empfehlen, die Anreise nach Kopenhagen ist über das übliche Straßennetz leicht möglich. |
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