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Elche in Schweden

 
Elche in Schweden

Wer an Schweden Urlaub denkt, dem fallen unweigerlich die Elche ein. Diese bestimmen das Land und es kann gut sein, dass ein Elch einfach auf der Straße steht, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Die Elche sind in etwa vergleichbar mit unseren Rehen, diese tauchen auch immer dann auf, wenn man sie am wenigsten erwartet und stehen nicht gerade selten plötzlich auf der Straße. Vorsichtshalber sollten Sie daher lieber etwas langsamer fahren.

Elchbullen erreichen teilweise eine Schulterhöhe von 2,30 Meter, Elchkühe sind etwas kleiner. Kennzeichnend sind die Lippen des Elchs, wobei die Oberlippe überhängend ist. Damit kann der Elch leicht das Laub von Zweigen und Büschen streifen. Die Ohren sind sehr beweglich, da sich der Elch häufig nur auf sein Gehör verlassen kann. Seine Gemütslage erkennt man übrigens an den Ohren, angelegte Ohren bedeuten soviel wie schlechte Laune und Angriffslust, aufgestellt Ohren stehen für Aufmerksamkeit, Neugier und Freundlichkeit. Die Augen des Elchs haben sich an das Dämmerlicht angepasst, allerdings ist der Elch farbenblind.

Das Fell des Elchs ist sehr dicht und das einzelne Haar ist hohl. Das bringt für den Elch den Vorteil mit sich, dass er dadurch ein zusätzliches Wärmepolster hat. Das Fell selbst ist braun bis dunkelbraun, die Beine des Elches sind meist etwas heller. Elche ernähren sich von Laub, Beeren und Tannenzapfen, im Sommer auch von Laub und frischen Kräutern. Das ist auch der Grund, warum die Elche bei den Waldbesitzern nicht so beliebt sind, sie fürchten nämlich um ihre Baumbestände. In erster Linie sind es Mutterkühe mit ihren Kälbern, die junge Birken aufsuchen und anknabbern.

Der Elch hat in Skandinavien kaum natürliche Feinde. Er kann ausdauernd laufen und hängt so mögliche Verfolger ab. Bären können einen Elch erlegen, aber nur durch einen gezielten Biss, zu dem es meist nicht kommt, weil der Elch schon weg ist. Allerdings können Elchkälber oder kranke und verletzte Tiere schon eher gerissen werden. Wölfe zum Beispiel warten nur darauf, dass sie sich einen solchen Elch schnappen können, er ist dann eine leichte Beute für sie. Der größte Feind ist wohl immer noch der Mensch, der mit seiner Jagd dazu beiträgt, dass die Population immer wieder dezimiert wird.

Vor allem im mittleren und nördlichen Schweden ist die Anzahl der Elche sehr groß, an den Küsten sind weniger Tiere zu sehen. Wer an den Küsten Urlaub macht, wird vielleicht gar keinen Elch zu sehen bekommen, denn hier sind die Tiere aufgrund der höheren Bevölkerungsdichte scheuer und bleiben eher in den Wäldern. Wer dennoch einen Elch sehen möchte, muss dann in den Tierpark fahren oder an einer Elchsafari teilnehmen. Darauf wird später noch näher eingegangen.

Insgesamt gibt es rund 300.000 bis 400.000 Tiere hier, rund 100.000 davon werden pro Jahr bei der Elchjagd erschossen. König Oscar II. führte im Jahr 1885 die Königliche Elchjagd ein, seit dieser Zeit wird dieses Spektakel in jedem Jahr durchgeführt. Die Berge, auf denen die Elchjagd stattfindet, heißen Halleberg und Hunneberg. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war der Elch fast ausgestorben, bis die Behörden entschieden, dass nur in festen Zeiten gejagt werden durfte. Dadurch konnte sich der Bestand wieder etwas erholen.

Ein großes Erlebnis für Besucher Schwedens sind immer die Elchsafaris, die zum Beispiel in Smaland veranstaltet werden. Es gibt zum Beispiel die Kombination aus Naturwanderung und Elchsafari, bei der am frühen Abend mit der Wanderung gestartet wird und bei der es durch verschiedene Landschaften Smalands geht. Zur Morgendämmerung hin ist die Wanderung dann beendet. Meist endet die Safari dann an einem typisch schwedischen Jagdhaus, es wird gegrillt und Kaffee gekocht.

Eine reine Elchsafari wird zum Beispiel in Markaryd angeboten. Der Waldweg, der hier mit dem eigenen Auto befahren werden kann, ist rund drei Kilometer lang und die Elche können aus nächster Nähe betrachtet werden. Hier sind aber nicht nur Elche zu sehen, sondern durch die Erweiterung, die im Jahr 2008 durchgeführt wurde, können auch amerikanische Bisons beobachtet werden. Die Elchsafari ist ganzjährig möglich, allerdings variieren die Öffnungszeiten je nachdem, ob gerade Sommer oder Winter ist. Die Fahrt ist aber nicht nur mit dem Auto möglich, auch Fahrten mit der Bahn werden angeboten. Das hat den Vorteil, dass der Gast zusätzlich Informationen zum Elch bekommt. Der Zugführer gibt während der rund vierzig Minuten dauernden Fahrt die Informationen zum Leben des Elchs in seiner natürlichen Umgebung.

Wenn Sie einmal Elche beobachten möchten, dann mieten Sie sich ein Ferienhaus in Schweden und gehen Sie selber auf die Pirsch... (und wenn auch nur in einem Elchpark Smile )

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